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Pressetext zur Bildungskonferenz
Startschuss für Hessencampus Groß-Gerau/Rüsselsheim:
Alle ziehen an einem Strang
KREIS GROSS-GERAU – Lebenslanges Lernen – vor allem unter sozialen Gesichtspunkten ist außerordentlich wichtig. Erster Kreisbeigeordneter Thomas Will stellte bei der Eröffnung der neuen Bildungsberatung für den Kreis Groß-Gerau denn auch diesen Aspekt in den Mittelpunkt seiner Überlegungen: „Wir müssen den Zugang zu Weiterbildung erleichtern, den Anteil von Personen mit qualifiziertem Abschluss deutlich steigern und ein Konzept des selbst gesteuerten Lernens entwickeln“, sagte Will bei der „Bildungskonferenz Hessencampus“. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Bildungseinrichtungen und Politik hatten sich dabei im Landratsamt getroffen. Erklärtes Ziel des Kreises sei es, ausreichende, am tatsächlichen Bedarf orientierte und wohnortnahe Angebote zu schaffen und damit vor allem bildungsferne Gruppen zur Weiterbildung zu motivieren. „Wir wollen den Menschen ein umfassendes Hilfesystem an die Hand geben, das ihnen Sinn und Richtung gibt und sie im Notfall auch einmal auffängt, wenn sie unterwegs ins Straucheln geraten.“
Nach Ansicht von Dr. Wilfried Kruse von der Sozialforschungsstelle Dortmund müssen diese Angebote attraktiv sein – nur dann vermittelten sie auch Lust am Lernen. Der Wissenschaftler sprach auf der von der Strategiegruppe Hessencampus unter Federführung der Kvhs Groß-Gerau organisierten Konferenz über aktuelle Entwicklungen im Bereich der Erwachsenenbildung. Beim Hessencampus komme es darauf auf, die vorhandenen Erfahrungen, Erkenntnisse und Fähigkeiten in der Region zu bündeln, um sie noch effektiver nutzen zu können. Kvhs-Leiter Heinrich Krobbach ergänzte: „Im Hessencampus-Projekt führen wir den vorhandenen Sachverstand der verschiedenen Bildungsträger zusammen, damit jeder im Kreis die Unterstützung bekommt, die er für die eigene Weiterbildung braucht.“
Bei der anschließenden Diskussion in Arbeitsgruppen wurde deutlich, wohin der Weg gehen könnte: Neue Formen der Beratung wurden ebenso gefordert wie abgestimmte Konzepte, um mehr Menschen Abschlüsse und Qualifikationen zu ermöglichen. Auch die Frage, wie die Motivation junger Leute mit negativen Bildungserfahrungen gesteigert werden kann, wird den Hessencampus weiter beschäftigen. Will mahnte in diesem Zusammenhang eine verlässliche und dauerhafte Finanzierung durch das Land an. „Der Kreis jedenfalls ist bereit, seinen Beitrag zu leisten.“
Das Projekt „Hessencampus - Lebensbegleitendes Lernen“ wird vom Land Hessen gefördert, um Qualität und Quantität der Aus- und Weiterbildung Erwachsener zu stärken. Im Kreis Groß-Gerau wird der Hessencampus von der Kreisvolkshochschule, der Volkshochschule Rüsselheim, der Werner-Heisenberg-Schule in Rüsselheim, den Beruflichen Schulen Groß-Gerau, der Schule für Erwachsene sowie der Abteilung Jugend und Schule der Kreisverwaltung getragen. Der Austausch mit anderen Bildungsträgern im Kreis wird über Konferenzen und Arbeitsgruppen gepflegt. Nähere Informationen: Kreisvolkshochschule Groß-Gerau, Schloss Dornberg, Hauptstraße 1 64521 Groß-Gerau, Telefon 06152/1870-0, info@kvhsgg.de, www.kvhsgg.de.
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