KVHS Groß Gerau
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Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Realität des Risikos

(Groß-Gerau, ab Mo., 27.9., 19.30 Uhr )

Menschen sind Gefahren ausgesetzt und viele dieser Gefahren sind von Menschen verursacht oder beeinflusst.
Wir leben nicht heute erst in der „postmodernen Moderne“ (Ulrich Beck) in einer „Risikogesellschaft“, vielmehr war die Menschheit von jeher Risiken ausgesetzt und hat versucht, diese durch eigenes Tun günstig zu beeinflussen. Bevor Menschheitsgeißeln wie die Pest, die Pocken, Masern etc. durch Hygienemaßnahmen und Impfungen unter Kontrolle gebracht wurden, gehörten Epidemien zu den größten Menschheitsgefahren.
Uns ist unterdessen bewusst, dass es damit nicht vorüber ist. Kriege, Umweltzerstörung, Großtechnologien vernichten und gefährden Menschenleben, sind aber allein von Menschen verantwortet.
Die Realität des Risikos zwingt uns zu einer rationalen Auseinandersetzung: Wie sollen wir auf Risiken reagieren und welche Rolle spielend dabei ethische Kriterien?

Julian Nida-Rümelin gilt als einer der renommiertesten Philosophen in Deutschland und lehrt Philosophie und politische Theorie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München. Er gehörte als Staatsminister für Kultur und Medien dem ersten Kabinett Schröder an. Er ist Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Berlin und der Europäischen Akademie der Wissenschaften. Im Frühjahr 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Nathalie Weidenfeld bei Piper „Die Realität des Risikos: Über den vernünftigen Umgang mit Gefahren“.

auf Warteliste Regionale Familiennamen im Kreis Groß-Gerau

(Groß-Gerau, ab Mi., 29.9., 19.00 Uhr )

Jede und jeder im Kreis Groß-Gerau trägt ihn: den Familiennamen. Er ergänzt den Vornamen und drückt die Zugehörigkeit des Namensträgers zu einer Familie aus. Doch woher kommen die Familiennamen, welcher Bedeutung entspringen sie und wie haben sich die Nachnamen im Kreis Groß-Gerau durch Zu- und Wegzug von Menschen gewandelt?
Diesen und weiteren Fragen geht Referent Dr. Daniel Kroiß vom Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. im Vortrag "Regionale Familiennamen - Ursprung und Bedeutung von Nachnamen im Kreis Groß-Gerau" nach.

Ausgehend von einem Kurzinput zur Entstehung der Familiennamen in Deutschland erklärt er Interessierten, was Familiennamen ursprünglich über die Personen aussagten, die sie trugen, und welche Nachschlagewerke es zum Thema gibt. Anhand von historischen Quellen und aktuellen Verbreitungskarten zeigt er auf, wie die Verbreitung und Bedeutung ausgewählter Familiennamen im Nordkreis und Mittelkreis Groß-Gerau aussieht und gibt einen Ausblick auf Südhessen als Teil einer überregionalen Namenlandschaft. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich auf potenzielle Fährten von Namensherkünften im Kreis Groß-Gerau setzen zu lassen und dürfen sich auf einige Aha-Momente freuen.

Einen Artikel zum Vortrag finden Sie hier: https://www.echo-online.de/lokales/kreis-gross-gerau/riedstadt/seltenen-familiennamen-im-ried-auf-der-spur_18533381.

freie Plätze Das Deutsche Exilarchiv 1933-1945

(Groß-Gerau, ab Fr., 1.10., 18.00 Uhr )

Exil und Exilliteratur, mit diesem Thema beschäftigt sich ein Seminar, das von der Bildungsgesellschaft lea der hessischen GEW in Kooperation mit der Kreisvolkshochschule angeboten wird. Es findet vom 16.10.2021 bis 23.10.2021 in der deutsch-französischen Bildungsstätte FIEF in La Bégude-de-Mazenc in der Drôme Provençale statt.

Das vorbereitende Treffen des Seminars am 1. Oktober 2021 um 18.00 Uhr beginnt mit einem Vortrag von Dr. Jörn Hasenclever vom Deutschen Exilarchiv 1933-1945. Er wird die Arbeit des bei der Deutschen Nationalbibliothek angesiedelten Exilarchivs und seine Sammlungstätigkeit vorstellen. In den Fokus rückt die Bedeutung eines multiperspektivischen Blicks auf das Exil, der auch zu den spezifischen Bedingungen des Exils in Südfrankreich führt.

Etwa 500.000 Menschen wurden zwischen 1933 und 1945 aus dem Machtbereich der nationalsozialistischen Diktatur ins Exil gezwungen. Ihnen gemeinsam war, dass sie ausgegrenzt und verfolgt wurden. Ihre Erlebnisse und Erfahrungen sind es Wert, nicht vergessen zu gehen.

Das in Frankfurt bei der Deutschen Nationalbibliothek angesiedelte Exilarchiv sammelt Zeugnisse des Exils berufsübergreifend und unabhängig von der Prominenz einer Person. Ziel ist es, das Phänomen des Exils in seiner ganzen Breite zu erfassen und die Bestände zugänglich zu machen. Seine Gründung in der frühen Nachkriegszeit wurde von Exilierten selbst mitinitiiert, die darin ein Instrument der politischen Aufklärung sahen. Auch deshalb hat die kulturelle Vermittlungsarbeit einen besonderen Stellenwert in der Arbeit des Exilarchivs.

Das Deutsche Exilarchiv 1933 - 1945:

Das Deutsche Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek ist ein Ort der Auseinandersetzung mit den Themen Exil und Emigration während der Zeit des Nationalsozialismus. Zu recherchieren sind dort:Publikationen, institutionelle und persönliche Nachlässe – berufsübergreifend und unabhängig von der Prominenz einer Person.
Ziel ist es, das Phänomen des Exils in seiner ganzen Breite zu erfassen und die Bestände zugänglich zu machen.

Die Gründung des Exilarchivs in der frühen Nachkriegszeit wurde von Exilierten selbst mitinitiiert, die darin ein Instrument der politischen Aufklärung sahen. Auch deshalb hat die kulturelle Vermittlungsarbeit für uns einen besonderen Stellenwert: Durch Ausstellungen, ein vielfältiges Veranstaltungsprogramm und Publikationen vermitteln wir die Vielschichtigkeit des Exils zwischen 1933 und 1945. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Erinnerungskultur.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Ein Elefant für den Papst

(Groß-Gerau, ab Fr., 1.10., 19.30 Uhr )

1514 erreicht Papst Leo X. in Rom ein Geschenk des Königs von Portugal, ein junger weißer Elefant.
Ausgehend von diesem Ereignis, das seinerzeit ungeheures Aufsehen erregte, unternimmt Martin Zimmermann seinem Vortrag eine Reise ins Zeitalter der »Entdecker«.
Er erzählt von gefährlichen Überfahrten, der Begegnung mit dem Fremden, kolonialer Gewalt, der Macht der Kartografie und der Kirche als aufmerksamen Begleiter, der an Mission, aber auch an den Reichtümern ferner Länder interessiert war.
In einem aus heutiger Sicht ungeheuerlichen Vertrag teilten sich Portugal und Spanien im Jahr 1494 gar die Welt untereinander auf, indem sie durch den Atlantik eine Linie vom Nord- zum Südpol ziehen - ein Sinnbild herrscherlicher Hybris, das bis heute nachwirkt.

Prof. Martin Zimmermann lehrt Alte Geschichte an der LMU München. Er ist Sprecher des 53. Historikertages, der vom 5.-8.10.2021 in München stattfindet.

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Was heißt Provinz

(Groß-Gerau, ab Mo., 4.10., 19.30 Uhr )

Die Provinz hat keinen guten Ruf. Sie gilt als verschlafen, rückständig und piefig. »Provinziell« zu sein, lässt sich daher niemand gerne nachsagen.
Wer hip, modern sein und am Puls der Zeit leben will, muss sich in Berlin oder einer der Metropolen dieser Welt herumtreiben.
Vergessen wird jedoch oft, dass das geistige und kulturelle Leben Deutschlands jahrhundertelang in der Provinz stattfand und bis heute stattfindet – man denke nur an Weimar, Heidelberg, Tübingen oder Marburg.
Eine Metropole gab es lange Zeit nicht. Die Provinz war Ort des Aufbruchs, des intellektuellen und wirtschaftlichen, aber auch des erotischen, wie die französische Literatur des 19. Jahrhunderts belegt.
Von Würzburg über Bochum und Siegen nach Palo Alto: Der Weltbürger Hans Ulrich Gumbrecht hat fast ausschließlich in der Peripherie gelebt. Da, wo sich Hightech-Unternehmen, Forschungsinstitutionen und viele der besten Universitäten der Welt befinden. Das Silicon Valley steht paradigmatisch für diesen Trend. Ist die Provinz vielleicht doch besser als ihr Ruf?

Hans Ulrich Gumbrecht ist Literaturwissenschaftler an der Universität Stanford
Walter Ullrich kennt viele Geschichten und historische Begebenheiten und gibt sie kurzweilig an Interessierte weiter - am liebsten direkt vor Ort, im Gespräch, bei einem Rundgang. Gemeinsam mit den Teilnehmenden besucht der ehemalige Pfarrer und Schauspieler, der auch Vorstand des Vereins Jüdische Kultur und Geschichte im Kreis Groß-Gerau e.V. ist, Stationen des jüdischen Lebens in den Gemeinden Geinsheim, Crumstadt und Groß-Gerau. Auf jedem der drei Spaziergänge steht eine Familie im Mittelpunkt: die Lebensläufe einzelner Familienmitglieder und das Leben nach 1945. Wie ist der historische Zusammenhang? Wo haben jüdische Familien so etwas wie Heimat gefunden? Und welche Spuren jüdischer Kultur sind im Kreis sicht- und erlebbar?
Der Weg zur Arbeit: Verstopfte Straßen, überlastete Busse und Bahnen, schlecht ausgebaute Radwege. Nicht selten sorgt alleine der Weg von A nach B für Frustration. Doch wie sieht die Zukunft aus? Können Daten und künstliche Intelligenz für einen dynamisch optimierten Verkehrsfluss,"Smart Traffic" und "Smart Streets" sorgen? Wie verantwortungsbewusst ist dabei der Umgang mit personenbezogenen Mobilitätsdaten? Und kann KI-gestützte Mobilität Kosten und Emissionen reduzieren?

Diese Fragen stellen wir unseren Expert*innen im Rahmen der Veranstaltung.

Der Livestream ist Teil der Veranstaltungsreihe Stadt Land DatenFluss des DVV. Die Reihe wird in Kooperation mit dem Offenen Kanal Mainz OK:Mainz und dem Offenen Kanal Berlin ALEX umgesetzt.
https://www.volkshochschule.de/livestream

Anmeldung möglich Livestream - vhs.wissen live: Das Risikoparadox

(Groß-Gerau, ab Di., 12.10., 19.30 Uhr )

Was uns wirklich bedroht und wie wir richtig damit umgehen Nahezu täglich bringen uns die Medien neue Hiobsbotschaften: steigende Kriminalität, gentechnisch veränderte Lebensmittel oder Elektrosmog.
Wird unser Leben nicht immer gefährlicher, unsicherer, risikoreicher? Ortwin Renn, der international anerkannte Risikoforscher und renommierte Technik- und Umweltsoziologe, sagt: nein.
Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt beständig, in vielerlei Hinsicht geht es uns immer besser. Wie fürchten uns, so Renn, vor „falschen“ Gefahren, verschließen aber die Augen vor Risiken, die uns und unsere Nachwelt erheblich bedrohen. Renn zeigt, welches diese sind, warum wir sie unterschätzen und wie wir im Sinne der Nachhaltigkeit verantwortungsvoll damit umgehen können.

Ortwin Renn ist Wissenschaftlicher Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsforschung (Institute for Advanced Sustainability Studies, IASS) in Potsdam und Professor für Umwelt und Techniksoziologie an der Universität Stuttgart. Außerdem leitet er das Forschungsinstitut DIALOGIK. Seine Hauptforschungsfelder sind Risikoanalyse (Governance, Wahrnehmung und Kommunikation), Theorie und Praxis der Bürgerbeteiligung bei öffentlichen Vorhaben, Transformationsforschung sowie sozialer und technischer Wandel in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech).

Anmeldung möglich Champagne aus erster Hand - Prickelnde Geschichten aus Frankreich

(Groß-Gerau, ab Fr., 15.10., 18.30 Uhr )

Erfahren Sie mehr über Land und Leute aus der Region Champagne-Ardenne in diesem Vortrag von und mit Linde Richter.

Die Autorin lebt wenige Kilometer südlich von Frankfurt am Main und hat sich einen Jugendtraum erfüllt: Sie kaufte ein altes Fachwerkhaus in der Champagne, das sie jeden Sommer mit viel Begeisterung als Ferienhaus nutzt. Dort beginnt sie auch meist, ihre neuen Werke zu schreiben. Teilnehmende erhalten damit Informationen über weniger bekannte Sehenswürdigkeiten, exquisite Köstlichkeiten und gewöhnungsbedürftige Absonderlichkeiten in der französischen Küche und auch ein wenig über Linde Richters vergnügliche Romane, die aus dem Leben einer Deutschen in ihrem Ferienhaus am Lac-du-Der Chantecoq erzählen.

Der Vortrag wird von einer Champagner-Probe abgerundet, der die Teilnehmenden auch geschmacklich nach Frankreich entführt.
(zzgl. Kosten für Champagner-Probe).

Anmeldung möglich Sterne zum Greifen nah - in Trebur

(Trebur, ab Fr., 15.10., 19.00 Uhr )

Magisch und verheißungsvoll leuchten die unzählbaren Sterne am Nachthimmel. In Trebur haben Sie die einmalige Chance im Kreis Groß-Gerau eine Sternwarte von innen zu sehen und einen Blick durch das 1,2-Meter Teleskop zu riskieren.
Bei der Führung durch die Sternwarte Trebur lernen Sie die Räumlichkeiten (Vortragsraum, Kontrollraum, Beobachtungsplattform, T1T-Kuppel) und die Arbeit der dortigen Ehrenamtlichen kennen.

Von Fachleuten erfahren Sie den aktuellen Stand der Forschungsfelder und die technischen Einrichtungen werden Ihnen vorgestellt und, auch für den Laien verständlich, beschrieben.
Das Highlight, die Beobachtung der Sterne mit dem Teleskop ist vor Ort kommt zum Schluss.

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Kontakt

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Hauptstraße 1
Schloss Dornberg
64521 Groß-Gerau

Telefon: 06152 1870-0
Fax: 06152 1870-190
E-Mail: info[at]kvhsgg.de

 

Bildungszentrum Wasserweg
(Sprachenzentrum)
Wasserweg 2
64521 Groß-Gerau

Telefon: 06152 1870-400
Fax: 06152 1870-410
E-Mail: sprachenzentrum[at]kvhsgg.de

Öffnungszeiten

Unser Servicebüro im Schloss Dornberg und das Servicebüro Sprachenzentrum im Wasserweg 2 ist zu folgenden Zeiten telefonisch für Ihre Anliegen erreichbar:

Montag, Donnerstag, Freitag:
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstags: Geschlossen
Mittwochs: 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Persönlich sind wir nur nach Terminabsprache für Sie da.
Wir danken für Ihr Verständnis.

 

 

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