KVHS Groß Gerau
Kursangebote >> Sonderrubrik >> Vorträge

Kursliste als PDF ausdrucken

Seite 1 von 4

Jede und jeder im Kreis Groß-Gerau trägt ihn: den Familiennamen. Er ergänzt den Vornamen und drückt die Zugehörigkeit des Namensträgers zu einer Familie aus. Doch woher kommen die Familiennamen, welcher Bedeutung entspringen sie und wie haben sich die Nachnamen im Kreis Groß-Gerau durch Zu- und Wegzug von Menschen gewandelt? Diesen und weiteren Fragen geht Referent Daniel Kroiß im Vortrag "Regionale Familiennamen - Ursprung und Bedeutung von Nachnamen im Kreis Groß-Gerau" der Kreisvolkshochschule Groß-Gerau (KVHS) nach.

Ausgehend von einem Kurzinput zur Entstehung der Familiennamen in Deutschland erklärt der Interessierten, was Familiennamen ursprünglich über die Personen aussagten, die sie trugen, und welche Nachschlagewerke es zum Thema gibt. Anhand von historischen Quellen und aktuellen Verbreitungskarten zeigt er auf, wie die Verbreitung und Bedeutung ausgewählter Familiennamen im Nordkreis und Mittelkreis Groß-Gerau aussieht und gibt einen Ausblick auf Südhessen als Teil einer überregionalen Namenlandschaft. Die Teilnehmenden sind eingeladen, sich auf potenzielle Fährten von Namensherkünften im Kreis Groß-Gerau setzen zu lassen und dürfen sich auf einige Aha-Momente freuen.

freie Plätze Das römische Gernsheim I. + II.

(Gernsheim, ab So., 30.5., 11.00 Uhr )

Bereits ihre Lage direkt am Rhein sowie an einer bedeutenden West-Ost verlaufenden Verkehrsachse machten die Stadt Gernsheim für eine (römische) Besiedlung äußerst interessant. So ist es nicht verwunderlich, dass in Gernsheim der Standort eines seit dem ersten Jahrhundert nach Christus bestehenden römischen Militärlagers vermutet wird. Zu gleicher Zeit entstand eine römische Zivilsiedlung - ein sogenannter Vicus - in der Schöfferstadt, der auch nach der Aufgabe des vermuteten Kastells weiterhin bestand.

Die Zeit des Militärlagers und die Zeit der Zivilsiedlung wurden in den Jahren 2014 und 2015 im Rahmen der Lehrgrabungen des Archäologischen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt am Main untersucht. Dabei konnten einige interessante Erkenntnisse über die römische Zeit am westlichen Rand des hessischen Rieds gewonnen werden.

Einige dieser Erkenntnisse sollen im Rahmen der Veranstaltungen vermittelt werden.

Referenten:
Eric Matschulat, Doktorand. Bezug zum römischen Gernsheim: Stellvertretende Grabungsleitung der Lehrgrabung 2015, Bachelorthema: Ein Keller im römischem Vicus von Gernsheim (2016).

Felix Kotzur, Doktorand. Bezug zum römischen Gernsheim: Stellvertretende Grabungsleitung der Lehrgrabung 2014, Magisterthema: Spitzgräben in Gernsheim. Die archäologische Untersuchung zweier Grabungsbefunde an der Nibelungenstraße 10-12.

freie Plätze Debattierclub

(Groß-Gerau, ab Do., 20.5., 19.30 Uhr )

Gesellschaft, Kultur, Politik, Philosophie, das Leben allgemein - es gibt eine Fülle aktueller und brisanter Themen, zu denen es viele Meinungen gibt. Was bewegt Sie? Worüber möchten Sie auch mal mit anderen diskutieren?
In dem offenen Debattierclub der Kreisvolkshochschule sind den Themen keine Grenzen gesetzt. In einer lockeren Runde haben Sie die Möglichkeit sich auszutauschen, eigene Ideen weiter zu entwickeln und auf andere Meinungen zu reagieren. Die inhaltliche Einführung fällt knapp aus - denn die Diskussion steht im Vordergrund.

Thema des Abends wird noch bekannt gegeben.

Kursleitung: Markus Dobstadt

Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten. Neue Gäste sind herzlich willkommen.

freie Plätze Debattierclub

(Groß-Gerau, ab Do., 1.7., 19.30 Uhr )

Gesellschaft, Kultur, Politik, Philosophie, das Leben allgemein - es gibt eine Fülle aktueller und brisanter Themen, zu denen es viele Meinungen gibt. Was bewegt Sie? Worüber möchten Sie auch mal mit anderen diskutieren?
In dem offenen Debattierclub der Kreisvolkshochschule sind den Themen keine Grenzen gesetzt. In einer lockeren Runde haben Sie die Möglichkeit sich auszutauschen, eigene Ideen weiter zu entwickeln und auf andere Meinungen zu reagieren. Die inhaltliche Einführung fällt knapp aus - denn die Diskussion steht im Vordergrund.

Thema des Abends wird noch bekannt gegeben.

Kursleitung: Markus Dobstadt

Die Veranstaltungen sind kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten. Neue Gäste sind herzlich willkommen.

freie Plätze Historische Lesung: 1812. Der leidvolle Marsch nach Russland

(Groß-Gerau, ab Mi., 28.4., 20.00 Uhr )

Dagmar Wuttges persönliche Erinnerungen reichen zurück bis ins frühe 19. Jahrhundert. Während der Recherche für eine Familiengeschichte bekam sie die Aufzeichnungen ihres Ururgroßvaters in die Hände, der an dem „Leidvollen Napoleonischen Marsch nach Russland“ im Jahr 1812 als Regimentsarzt teilgenommen hat. Nur wenigen Soldaten war es vergönnt, wieder nach Hause zurückkehren. Neben Württemberg mit 15.000 Soldaten stellte Hessen Napoleon ebenfalls ein Kontingent mit 7.000 Soldaten zur Verfügung.

Die Autorin hat über den Napoleonischen Feldzug 1812 ein Buch veröffentlicht. Sie wird auch über die Situation der Hessischen Teilnehmer an diesem Feldzug berichten. Jörg Martin Wuttge bietet eine historische Einordnung dieser familiären Aufarbeitung.

Bei Interesse kann im Herbst ein Folgeangebot veranstaltet werden.

freie Plätze Die Pferdekämpers. Ein Spiegelbild deutscher Geschichte

(Groß-Gerau, ab Mi., 9.6., 19.00 Uhr )

Dieses Austauschtreffen ist offen für alle, die sich für Familiengeschichte(n) interessieren. Jede*r hat Erinnerungen und kennt Erzählungen aus der Verwandtschaft, die es möglicherweise Wert sind, hervorgeholt zu werden. Nicht immer sind das gute Erinnerungen, manchmal stehen ungelöste Fragen im Raum, manches ist verändert oder erst gar nicht weitergegeben worden. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen und die eigenen Erinnerungen oder Recherchen zur Zeitgeschichte mit anderen zu teilen, und vielleicht auch selbst eine Geschichte zu schreiben.

Dagmar Wuttges persönliche Erinnerungen reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Sie ist ihrer Familiengeschichte nachgegangen. Durch die Hinterlassenschaft in ihrer Familie und auch bei Verwandten wurde vieles wieder neu entdeckt. Diese interessanten Themen hat Dagmar Wuttge in weiteren Büchern veröffentlicht.

Die Autorin wird Impulse geben und über ihre Recherchen und das Verfassen ihrer Familiengeschichte berichten. Wer mehr erfahren möchte oder selbst eine solche Recherche vorhat, kann sich in einer kleinen Teilnehmendengruppe darüber austauschen.
Bei Interesse kann im Herbst auch ein Folgeangebot veranstaltet werden.
Walter Ullrich kennt viele Geschichten und historische Begebenheiten und gibt sie kurzweilig an Interessierte weiter - am liebsten direkt vor Ort, im Gespräch, bei einem Rundgang. Gemeinsam mit den Teilnehmenden besucht der ehemalige Pfarrer und Schauspieler, der auch Vorstand des Vereins Jüdische Kultur und Geschichte im Kreis Groß-Gerau e.V. ist, Stationen des jüdischen Lebens in den Gemeinden Geinsheim, Stockstadt und Groß-Gerau. Auf jedem der drei Spaziergänge steht eine Familie im Mittelpunkt: die Lebensläufe einzelner Familienmitglieder und das Leben nach 1945. Wie ist der historische Zusammenhang? Wo haben jüdische Familien so etwas wie Heimat gefunden? Und welche Spuren jüdischer Kultur sind im Kreis sicht- und erlebbar?

Anmeldung möglich VHS.Wissen Live: Eva Perón - Eine argentinische Ikone

(Groß-Gerau, ab Mi., 14.4., 19.30 Uhr )

Der Peronismus prägt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repräsentantin, Eva Perón, von ihren Anhängerinnen und Anhängern Evita genannt, ist im kollektiven Gedächtnis des Landes und darüber hinaus noch immer präsent. Dazu hat das Musical Evita von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin zeigt, die für ihre Karriere über Leichen geht. Peronistinnen hingegen – und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner – verteidigen Eva Perón als „Mutter der Armen“, als „Märtyrerin der Unterdrückten und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom „Aschenputtel“ zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander. Er erzählt, was die Faszination von Eva Perón ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt.

Prof. Dr. Ursula Prutsch unterrichtet US-amerikanische und lateinamerikanische Geschichte an der LMU München. Sie schrieb unter anderem eine Biographie über Eva Perón, die bei C.H. Beck erschienen ist.
Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der „Soldatenkönig“ (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als "Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist

Prof. Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden – anders als in byzantinischer Zeit – erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Dr. Joseph Croitoru ist ein deutscher Historiker, freier Journalist und Autor. Er schreibt u.a. für die FAZ, NZZ und die SZ. Im Januar 2021 erscheint bei C.H. Beck das Buch „Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten“.

Seite 1 von 4

>> Zur erweiterten Suche
freie Plätze
freie Plätze
Anmeldung möglich
Anmeldung möglich
fast ausgebucht
fast ausgebucht
auf Warteliste
auf Warteliste
Kurs abgeschlossen
Kurs abgeschlossen
Kurs ausgefallen
Kurs ausgefallen
Keine Anmeldung möglich
Keine Anmeldung möglich

Kontakt

Kreisvolkshochschule Groß-Gerau
Hauptstraße 1
Schloss Dornberg
64521 Groß-Gerau

Telefon: 06152 1870-0
Fax: 06152 1870-190
E-Mail: info[at]kvhsgg.de

 

Bildungszentrum Wasserweg
(Sprachenzentrum)
Wasserweg 2
64521 Groß-Gerau

Telefon: 06152 1870-400
Fax: 06152 1870-410
E-Mail: sprachenzentrum[at]kvhsgg.de

Öffnungszeiten

Unser Servicebüro im Schloss Dornberg und das Servicebüro Sprachenzentrum im Wasserweg 2 ist zu folgenden Zeiten telefonisch für Ihre Anliegen erreichbar:

Montag, Donnerstag, Freitag:
9.00 Uhr bis 12.00 Uhr
Dienstags: Geschlossen
Mittwochs: 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr

Persönlich sind wir nur nach Terminabsprache für Sie da.
Wir danken für Ihr Verständnis.

 

 

VHS
Grundbildung
Zertifiziert nach LQW
Zertifiziert nach AZAV, AZ 467 340
Weiterbildung Hessen e.V.
Netzwerk gegen Rechtsextremismus und Rassismus