KVHS Groß Gerau
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freie Plätze Online: Denken ohne Geländer - Hannah Arendt

(Groß-Gerau, ab Fr., 9.4., 19.00 Uhr )

Sie war eine der bedeutendsten Denkerinnen des 20. Jahrhunderts. Von den Nazis ins amerikanische Exil getrieben, stellte die deutsche Jüdin grundlegende Fragen zur Philosophie und Politik. Den Zwängen der Zeit setzen ihr Leben und Denken eine Haltung der Unabhängigkeit und Freiheit entgegen. Sie wollte nur verstehen - auch wenn das bedeutet, "dahin zu denken, wo es wehtut", wie Hannah Arendt sagte. Themen wie Totalitarismus, Macht und die Verbrechen im Nationalsozialismus beschäftigten sie. Als ihr politisches Hauptwerk gilt "Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft", das Terror zum entscheidenden Merkmal des Totalitarismus erklärte. Einer breiten Öffentlichkeit wurde sie 1961 als Berichterstatterin über den Eichmann-Prozess in Jerusalem bekannt. Dieses Seminar soll als eine Annäherung an Hannah Arendt verstanden werden und ist auch für Einsteiger*innen in die Philosophie geeignet.

Anmeldung möglich VHS.Wissen Live: Quantentechnologien - ein Blick in die Zukunft

(Groß-Gerau, ab Di., 13.4., 19.30 Uhr )

Wir leben in einer Informationsgesellschaft, die alles möglich zu machen scheint – schnelles Internet, Bild und Ton in höchster Qualität, virtuelle Realitäten, soziale Vernetzung. Aber – kommt da in naher Zukunft noch was nach, vielleicht etwas ganz Mächtiges? Ja – da war was: Man hört doch immer mehr von Quantentechnologien, mit denen sich völlig neue Möglichkeiten eröffnen sollen. Was ist das genau, was ist da dran und wie funktioniert diese Technologie eigentlich?

Prof. Dr. Artur Zrenner ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Paderborn. Dort gründete er das „Center for Optoelectronics and Photonics Paderborn”. Im Rahmen eines aktuellen DFG Sonderforschungsbereichs beschäftigt er sich mit photonischen Quantentechnologien für eine sichere Datenübertragung. Seit 2014 ist Prof. Zrenner Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) Artur Zrenner ist Professor für Experimentalphysik an der Universität Paderborn.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der acatech statt.

Anmeldung möglich VHS.Wissen Live: Eva Perón - Eine argentinische Ikone

(Groß-Gerau, ab Mi., 14.4., 19.30 Uhr )

Der Peronismus prägt Argentinien bis heute. Seine bekannteste Repräsentantin, Eva Perón, von ihren Anhängerinnen und Anhängern Evita genannt, ist im kollektiven Gedächtnis des Landes und darüber hinaus noch immer präsent. Dazu hat das Musical Evita von Andrew Lloyd Webber beigetragen, das eine machtgierige, autoritäre Präsidentengattin zeigt, die für ihre Karriere über Leichen geht. Peronistinnen hingegen – und zu ihnen zählt die aktuelle Vizepräsidentin Cristina Fernández de Kirchner – verteidigen Eva Perón als „Mutter der Armen“, als „Märtyrerin der Unterdrückten und erste Feministin in einem konservativen Land, die das Frauenwahlrecht durchzusetzen vermochte. Der Vortrag setzt sich mit dem Aufstieg der Argentinierin vom „Aschenputtel“ zu einer der einflussreichsten Frauen ihrer Zeit auseinander. Er erzählt, was die Faszination von Eva Perón ausmacht, warum sie von Gegnerinnen und Gegnern so gehasst wurde und welcher Mythos bis heute weiterlebt.

Prof. Dr. Ursula Prutsch unterrichtet US-amerikanische und lateinamerikanische Geschichte an der LMU München. Sie schrieb unter anderem eine Biographie über Eva Perón, die bei C.H. Beck erschienen ist.

freie Plätze Online:"Feuer der Freiheit" - vier Frauen, vier Philosophinnen!

(Groß-Gerau, ab Mi., 14.4., 19.00 Uhr )

Eine der interessantesten Buchmesse-Veranstaltungen 2020 war eine Lesung mit Wolfram Eilenberger im Haus am Dom zu seinem neuen Buch „Feuer der Freiheit“. Gerne möchte ich meine Begeisterung mit Ihnen teilen und lade Sie an vier Donnerstag-Abenden zu einem ZOOM-Seminar ein, das eben dieses spannend-kluge Werk in den Mittelpunkt stellt. Nach dem Weltbestseller »Zeit der Zauberer« hat Eilenberger erneut Philosophiegeschichte „erzählt“, so dass auch Einsteiger vor philosophischen Themen nicht kapitulieren müssen, sondern vielmehr auf ganzer Linie gewinnen. Es geht um das abenteuerliche Leben von vier außergewöhnlichen Frauen, die in finsterer Zeit für unsere Freiheit kämpften: Simone de Beauvoir, Hannah Arendt, Simone Weil und Ayn Rand. Mit großer Erzählkunst schildert Eilenberger die dramatischen Lebenswege der einflussreichsten Philosophinnen des 20. Jahrhunderts.
In dieser Zeit legten diese Philosophinnen, auf je eigene Weise, das gedankliche Fundament für eine wahrhaft freie, emanzipierte Gesellschaft.

Wolfram Eilenberger:
Feuer der Freiheit Die Rettung der Philosophie in finsteren Zeiten (1933-1943)Klett-Cotta Verlag ISBN-13: 9783608964608
Friedrich Wilhelm I. von Preußen, der „Soldatenkönig“ (1688-1740), traumatisierte seinen Sohn, verprügelte seine Töchter, demütigte seine Beamten, verabscheute die Gelehrten, verachtete den Adel, verspottete die Frauen, war legendär geizig und detailversessen, rauchte, trank, fluchte und tobte, hielt aber peinlich auf Sauberkeit, Drill und strengste Frömmigkeit. Mit seinem bizarren Verhalten desavouierte er sämtliche Normen und Werte seiner Zeit. Im preußisch-deutschen Nationalmythos des 19. und 20. Jahrhunderts gilt er dagegen, für manche noch heute, als "Erzieher des deutschen Volkes zum Preußentum". Im Vortrag möchte ich zwei Fragen nachgehen: erstens, wie die Betroffenen damals mit dem Tyrannen umgingen, und zweitens, wie der extreme Deutungswandel zu erklären ist

Prof. Stollberg-Rilinger ist Historikerin und Rektorin des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Sie ist vielfach ausgezeichnet u.a. mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Anmeldung möglich Online-Seminar: Grundlagen Vereinssteuerrecht XXL

(Groß-Gerau, ab Sa., 24.4., 10.00 Uhr )

Dieser Online-Kurs gliedert sich in zwei Teile und bietet sowohl neuen, als auch Ehrenamtlichen, die schon lange dabei sind, einen Überblick über die wichtigsten steuerrechtlichen Themen der Vereinsarbeit:

- Tätigkeitsbereiche
- Buchhaltung
- Steuererklärungen
- Rücklagenbildung und Spendenrecht
- Ehrenamts-/Übungsleiterfreibeträge
- Berufsgenossenschaft


Sandra Oechler
Steuerberaterin, Büdingen

Die Teilnahme ist für ehrenamtlich tätige Personen aus dem Kreis Groß-Gerau kostenfrei.
Beleidigungen von und Attacken auf jüdische Mitbürger, rechtsextreme Netzwerke bei der Polizei, und eine Partei im Bundestag, die in großen Teilen nicht mehr demokratisch, sondern längst selbst rechtsextrem ist. Die Gefahr von Rechtsaußen für Freiheit, Vielfalt und Rechtsstaat ist von großen Teilen der Gesellschaft bis hin zu führenden Politikern lange nicht ernst genug genommen, sondern verharmlost worden. Alexandra Förderl-Schmid und Annette Ramelsberger sprechen darüber, was Deutschland, seine Justiz und vor allem seine Sicherheitsbehörden tun müssen, um rechte Extremisten konsequent zu verfolgen, auch in den eigenen Reihen.

Alexandra Föderl-Schmid ist seit Juli 2020 stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Annette Ramelsberger ist Ressortleiterin und Gerichtsreporterin der SZ. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. über ihre Beiträge zum NSU-Prozess.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.
Spielerisch programmieren lernen mit Java. Wir programmieren ein Computerspiel und lernen dabei wichtige Elemente der objektorientierten Programmierung (OOP), wie Klassen, Objekte, Methoden, Attribute, Variablen, Parameter und Kontrollstrukturen kennen.

Voraussetung: Grundkenntnisse in Englisch und dem Betriebssystem Windows
Auch für Jugendliche ab 16 Jahren geeignet
Auf dem Tempelberg stand einst der jüdische Tempel, der von Babyloniern und nach seiner Wiedererrichtung von den Römern zerstört wurde. Später errichteten dort die Muslime zwei Moscheen, der Ort wurde zum drittwichtigsten Heiligtum des Islam. Unter der islamischen Herrschaft war es den Juden – anders als in byzantinischer Zeit – erlaubt, an der Klagemauer zu beten. Um die damit verbundenen Auflagen entzündete sich in spätosmanischer Zeit ein Streit, der unter der britischen Mandatsherrschaft eskalierte. Schon damals kam es zu Gewalt von arabischer Seite, wo Mufti al-Husseini das Gerücht verbreitete, die Juden beabsichtigten, die Moscheen zu zerstören, um ihren Tempel wieder zu errichten. Für religiöse Juden war das Betreten des Tempelberg-Plateaus lange tabu. Nun aber pilgern sie in immer größerer Zahl auf den Berg und fordern, auf dem Moscheenareal beten und sogar eine Synagoge bauen zu dürfen. Die Palästinenser fühlen sich zunehmend provoziert, zumal die jüdischen Eiferer durch ranghohe rechtsgerichtete israelische Politiker unterstützt werden. Auf den palästinensischen Widerstand reagiert Israel mit immer rigiderer Kontrolle.

Dr. Joseph Croitoru ist ein deutscher Historiker, freier Journalist und Autor. Er schreibt u.a. für die FAZ, NZZ und die SZ. Im Januar 2021 erscheint bei C.H. Beck das Buch „Al-Aqsa oder Tempelberg. Der ewige Kampf um Jerusalems heilige Stätten“.

Anmeldung möglich VHS.Wissen Live: Afrikas Kampf um seine Kunst

(Groß-Gerau, ab Di., 18.5., 19.30 Uhr )

Schon vor 50 Jahren kämpfte Afrika um seine Kunst, die während der Kolonialzeit massenweise in europäische Museen gelangt war. Und es fand durchaus Unterstützung im Westen. Am Ende jedoch war der Kampf nicht nur vergebens, er wurde auch erfolgreich vergessen gemacht. Die Argumente aber, mit denen bereits damals versucht wurde, die Forderungen aus Afrika zu entkräften und Lösungen zu verhindern, ähneln auf frappierende Weise denen von heute.
Prof. Bénédicte Savoy ist Professorin für Kunstgeschichte an der TU Berlin und am Collège de France in Paris. 2016 erhielt sie den Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Sie hat vielfältig zu Kunstraub und Beutekunst geforscht und ist eine der prominentesten Stimmen in der Debatte um die Rückgabe geraubter Kulturgüter in westlichen Sammlungen. Zusammen mit Felwine Sarr hat sie den vielbeachteten Bericht für Emmanuel Macron zur Restitution afrikanischen Kulturguts an die Herkunftsländer verfasst. 2021 erscheint bei C.H. Beck ihr neues Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst: Geschichte einer postkolonialen Niederlage“.
Arno Bertina ist Autor von Romanen, Essays und Radiofeatures, in denen er häufig zeitgeschichtliche Themen aufgreift. So behandelt er in dem von Bénédicte Savoy ins Deutsche übersetzten Buch „Mona Lisa in Bangoulap: Die Fabel vom Weltmuseum“ (Matthes & Seitz 2016) ebenso spielerisch wie geistreich die Widersprüche der Museumsarbeit in der postkolonialen Weltgesellschaft.

Das Gespräch zwischen Bénédicte Savoy und Arno Bertina wird moderiert von Michaela Wiegel, politische Korrespondentin der FAZ für Frankreich.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Goethe-Institut Paris und der Heinrich Böll Stiftung Paris statt.

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E-Mail: info[at]kvhsgg.de

 

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